Möhnetalsperre / Delecke /
Deutschland
Möhnetalsperre / Delecke /
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Möhnetalsperre / Delecke / Deutschland
Das Gewässer
Der sauerländische Möhnesee zählt mit einer Wasseroberfläche von 1037 ha zu den größten Seen Nordrhein-Westfalens. Seine Ufer erstrecken sich über eine Länge von mehr als 40 km. Während die nördlichen Bereiche bei Delecke, Körbecke und Stockum infrastrukturell und touristisch bestens erschlossen sind, ermöglichen die südlich anschließenden Waldgebiete des Naturparks Arnsberg wunderschöne Wandermöglichkeiten, in naturbelassener Landschaft. Ornithologen richten ihr besonderes Augenmerk auf das 256 ha große Naturschutzgebiet Hevearm. Es gehört zu den bevorzugten Winterrastplätzen vieler Wasservögel, wie zum Beispiel verschiedener Enten und Reiherarten, Haubentaucher und Höckerschwäne. Sogar Kormorane lassen sich dort nieder. Insgesamt notierte man bereits mehr als 150 verschiedene Vogelarten im Naturschutzgebiet Hevearm. Dort ist verständlicherweise jeglicher Wassersportbetrieb strengstens verboten. Die Begrenzungen des Naturschutzgebietes markieren deutlich sichtbare Bojen. Über die Möglichkeiten der Vogelbeobachtung informiert das speziell eingerichtete Landschaftsinformationszentrum (LIZ) Wasser und Wald Möhnesee e.V., Brüningser Straße 2, 59519 Möhnesee-Günne, Telefon/Fax: 02924/84110. Das Landschaftsinformationszentrum bietet seinen Gästen neben einer ständigen Ausstellung in ihrem Gebäude interessante naturkundliche Exkursionen und Mitmachaktionen an.
Die Wassersporteinrichtungen des Naherholungsgebietes um den Möhnesee haben sich überwiegend am Nordufer in den bereits oben genannten Orten angesiedelt. Viele Surfer und Segler aus dem Ruhrgebiet schätzen hier insbesonderes die guten Windverhältnisse, die auf dem Möhnesee herrschen. Jährlich stattfindende Angelwettbewerbe beweisen auch den reichhaltigen Fischbestand des Möhnesees.
Die Taucherszene trifft sich vornehmlich in Delecke. Das vom Ruhrtalsperrenverband (RTV) zugewiesene Tauchgebiet beschränkt sich auf den Bereich des ehemaligen Steinbruchs, der sich am Südufer der Brücke der Bundesstraße B 229 in Delecke befindet. Der an den Tauchplätzen etwa 20 m tiefe See verspricht Horizontalsichtweiten von maximal 20 m. Eine deutlich sichtbare Boje zeigt die Begrenzung des Tauchgebietes an. Darüber hinaus darf nicht getaucht werden! Gleiches gilt für alle Wassersportarten im Bereich der Staumauer für einen Umkreis von mindestens 50 m. Auch dort sind Bojenmakierungen angebracht. Bereits seit 1988 bestehen Zwischen der DLRG Dortmund und dem Ruhrtalsperrenverband (RTV) Verträge für die exklusiven Nutzungrechte des Tauchsportbetriebes. Die DLRG genehmigt auch anderen Gastauchern einen Besuch „ihrer“ Unterwasserwelt. Damit die Anmeldungen nicht durch einen langwierigen Schriftverkehr verkompliziert werden, können sie auch fernmündlich unter Angabe der Vereinszugehörigkeit, des jeweils verantwortlichen Gruppenführers, der Anzahl der Taucher und des genauen Termins beider DLRG Dortmund erfolgen. Lediglich Nachttauchgänge und Eistauchgänge bedürfen ausdrücklich der Schriftform.
Die Anmeldungen müssen, bevor die Taucher vor Ort ins Wasser steigen, bei der DLRG Wachstation dem diensthabenden Wachleiter vorgelegt, bzw. die telefonischen Anmeldungen dort von ihm rückbestätigt werden. Die Wachstation der DLRG befindet sich auf dem Familiencampingplatz des Möhnesees, nahe der Uferstraße B 516.
Die aktuelle Stauhöhe